Die Geschichte der Schneeball-Schlacht-WM

Seit 2014 hat die beliebte und actionreiche Schneeballschlacht-Weltmeisterschaft ihr Zuhause im Rahmenprogramm des Biathlon auf Schalke gefunden. Absolutes Highlight: Das Finale wird inmitten der VELTINS-Arena vor über 40.000 Besuchern ausgetragen.

Die Schneeballschlacht-WM hat eine langjährige Tradition. So fand sie vor dem Umzug nach Gelsenkirchen regelmäßig im Sauerland statt. Dort erkämpften sich Handballer aus Menden den Titel drei Mal. Dieser Rekord wurde auf Schalke gebrochen. Seit 2014 heißen die Weltmeister „Hau do Jus“. Die Wuppertaler sicherten sich vier Titel in Folge und sind quasi unbesiegt. Zahlreiche Teams nahmen in den vergangenen Jahren die Herausforderung an, den Rekordgewinner von Thron zu stoßen.

Im Jahr 2015 kämpfte zum Beispiel ein Schalker Traditionsteam um den Titel, 2016 versuchten ehemalige Profihandballer ihr Glück. Selbst 1LIVE-Ikone Daniel Danger hatte 2017 nicht den Hauch einer Chance gegen die amtierenden Weltmeister. Die Technik der viermaligen Gewinner ist ausgefeilt, die Erfahrung wertvoll. Mit dieser Mischung konnte ihnen bisher kein anderes Team den Titel streitig machen.

Den Ursprung hat die WM im Siegerland. Dort wurde sie aus einer spontanen Idee geboren, bevor es die ersten Wettbewerbe im Sauerland gab und nun seit mehr als vier Jahren das Publikum auf Schalke begeistert. Jährlich erfreut sie sich großer Beliebtheit. Auch Prominente, wie zum Beispiel ARD Morgenmagazin-Moderator Sven Lorig, Schalke-Ikone Olaf Thon oder der Nachwuchs von Mitgliedern der berühmten Kelly Family ließen es sich nicht nehmen, an dieser besonderen Weltmeisterschaft teilzunehmen.

Die sportliche Herausforderung des schneereichen Wettbewerbs ist allerdings größer als man annimmt: Eine sehr gute Kondition ist ebenso hilfreich, wie Geschick, eine passende Taktik und Teamgeist. Spitzenteams schaffen es so in einem Spiel, den Gegner bis zu 200 Mal zu treffen! Der Spaß steht bei dieser Challenge aber weit im Vordergrund. Das zeigt auch die Fantasie der Trainingsmethoden, bei der es kaum Grenzen zu geben scheint. Die einen trainieren in der Skihalle, die anderen mit Softbällen auf dem Rasen oder im Winterurlaub. Ganz gleich auf welche Art die Teams sich vorbereiten, alle haben den Willen, einen echten Weltmeistertitel mit nach Hause zu nehmen. 2017 reiste u.a. ein Team aus Österreich an und stellte seine Wurfsicherheit auf die Probe. Die Schneeballschlacht entwickelte sich in den letzten Jahren auf Schalke zu einem der Publikumsmagneten außerhalb der Rennen der Biathlon-Elite. Nicht nur die mitgereisten Anhänger der Teilnehmer feuern die Teams kräftig an, sondern auch eine breite Fangemeinde, die sich in den Jahren rund um diesen spaßigen Wettkampf gebildet hat.

Auch bei der Wahl des Outfits ist Kreativität gefragt, sei es um den Gegner zu verunsichern oder aber, um den möglichst hilfreichsten Dress zu haben. Von Hasenkostümen über Superman-Anzügen bis hin zu selbst designten Trikots. Die Teams lassen ihren Ideen freien Lauf und das nicht nur bei den möglichen Kostümen, sondern auch bei der Wahl des Teamnamens - genau das macht den Reiz der Schneeballschlacht-WM aus.

Einige Teams melden sich Jahr für Jahr an, um die Herausforderung aufs Neue anzunehmen. Vielleicht wird es 2018 einen neuen Weltmeister geben?